Cloudification …!? – Part 2

Diese vielen verschiedenen Clouds kennen uns und wissen alles über uns. Schlimm, oder? Ab wann sind denn Informationen „schlimm“? Doch nur dann, wenn Informationen dahin gelangen wo sie nicht hin sollen. Wenn diese geschwätzigen Clouds nun aber nur mit uns selbst kommunizieren, wo ist dann eine Gefahr?
Das ist also die eigentliche Krux: Nicht das Auslagern von Daten an sich ist kritisch, sondern allenfalls deren Absicherung gegenüber dem Zugriff von Dritten.
„Mein Rechenzentrum ist sicher!“ – Genauso wie ihre Rente …
Zugangskontrollen, Biometriescans, Verschlüsselung, Drei-Faktor-Authentifizierung… Alles Erdenkliche haben Sie getan um ihre Daten zu schützen.

Max Mustermann allerdings hatte seinen Arbeitsvertrag beim Mitbewerber schon unterschrieben und somit nicht nur innerlich gekündigt. Er legte in den letzten Tagen, bevor er Ihnen die Kündigung auf den Schreibtisch legte, noch ein erhöhtes Maß an Einsatzbereitschaft an den Tag. Die Daten, die er sich dabei aneignete waren ausreichend geeignet um Sie in den Konkurs zu treiben. Der virtuelle Panzerschrank den Sie um Ihre Daten herum aufgebaut haben hat ihnen überhaupt gar nichts genutzt – NULL! Max hatte nämlich die Kombination für den Panzerschrank, weshalb es ihm ein Leichtes war sich seines Inhaltes zu bemächtigen. Womit wir wieder bei der o.a. Krux wären. Die größte Gefahr besteht darin Daten nicht ausreichend abzusichern. Wobei es eher zweitrangig ist wo Sie diese Daten lagern. Ihren gut gesicherten Panzerschrank können Sie auch mitten auf einer Hauptverkehrsstraße abstellen. Ihre Daten darin bleiben selbst dann unversehrt wenn ein 40t-Sattelzug darüber hinweg rauscht.

Ergo können Sie ihren Panzerschrank auch in die Cloud stellen. Achten Sie aber bitte auf eine durchgängige und bestmögliche Absicherung des kompletten Zugriffsweges. End-to-end-Verschlüsselung ist hier ein absolutes Muss!
Ach, Sie dürfen ihre Daten wg. gesetzlicher Bestimmungen gar nicht außer Landes bringen, womit eine Cloudlösung ausscheidet weil sie bei dieser mitunter keinen Einfluss darauf haben, wo ihre Daten liegen? Da der Gesetzgeber bekanntlicher Weise sehr langsam arbeitet ist auch nicht davon auszugehen, dass sich an dieser Situation in absehbarer Zeit etwas ändern? Das dachten die Schweizer auch, und dann fiel im August 2011 binnen weniger Tage ein Status Quo, der als einer der größten Bollwerke der Finanzwelt angesehen wurde: Das Schweizer Bankgeheimnis!

Die Gründe warum über kurz oder lang auch die im Moment noch hemmenden Gesetze fallen werden sind so simple wie logisch. Geld ist hier der bestimmende Faktor. Um auf Dauer bestand haben zu können sind Insellösungen in einer globalisierten Welt schlichtweg anachronistisch. Daher öffnet sich die Schweiz und darum werden dies auch alle anderen Staaten tun (außer Nordkorea vielleicht), eben weil sie damit ihre Wettbewerbsfähigkeit erhalten.Haben Sie eben bei „Nordkorea“ geschmunzelt? Natürlich haben Sie das! ;-)

Diese Analogie ist so treffend wie traurig. Zeigt sie doch unverblümt, dass Isolation, noch dazu selbst betrieben, in dieser Welt ein kaum zu revidierender Rückschritt ist. Immer noch skeptisch? Seien Sie mutig, gehen Sie einen Schritt voraus. Auch wenn ihnen die große allumfassende Public Cloud noch suspekt ist. Der Schritt zur Privat Cloud in ihrem Unternehmen ist die Investition in ihre Zukunft.

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